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SUMMARY:Harald Martenstein
DESCRIPTION:Harald Martenstein liest aus seinem neuen Buch „Nettsein ist auch keine Lösung“ \nTickets 19 € VVK \n24 € Abendkasse \n  \nDer neue Kolumnenband von Harald Martenstein – frech\, böse\,\nvoll bissigen Humors \nHarald Martenstein gilt vielen als Deutschlands wichtigster Kolumnist. Seine Themen findet er in der großen Politik genauso wie in den kleinen Zumutungen des Alltags. Wenn alle sich aufregen\, plädiert er für Gelassenheit\, wenn alle lieb sein möchten\, fallen ihm Bosheiten ein. Egal\, ob er über die Staatsfinanzen\, schöne Russinnen\, das Kinderkriegen oder deutsche Radfahrer schreibt – Martenstein ist immer eigensinnig\, geistreich und unterhaltsam. Sein liebstes Werkzeug ist der gesunde Menschenverstand\, sein Feindbild sind Nörgler\, Besserwisser und Dogmatiker. Dabei fürchtet er sich weder vor Hasstiraden noch vor Shitstürmen. \n  \n5 Fragen an Harald Martenstein  \n1. Waren Sie schon einmal in Havelberg und wie kam es zu diesem Lese-Abend? \nIn Havelberg war ich noch nie. Ich komme nach Havelberg\,weil ich dazu eingeladen wurde\, und weil nichts gegen Havelberg spricht. Ist das nicht großartig? Wenn ein Ort von sich behaupten kann:\nNichts spricht\, in den Augen eines durchschnittlich gebildeten Autors\, gegen uns?  \n2. Wer hat das Titelbild zu Ihrem neuen Buch ausgewählt und was soll es dem Leser sagen? ​ (wenn er das Buch noch nicht gelesen hat)​ \nDas Titelbild meines jüngsten Buches zeigt einen Mann\, der im Kino sitzt. Es enthält Geschichten über Filme und das Kino\, und es ist von einem Mann. Das vorletzte Buchcover zeigt eine Katze mit Hitlerbart. Es enthält eine Geschichte über Katzen mit Hitlerbart und ihr Schicksal\, die wird in Havelberg vorgelesen und deshalb wird die Pointe nicht verraten.  \n3. In früheren Kolumnen fand sich manchmal Ihr ​älterer ​ Sohn als Protagonist wieder. Nun ist es der jüngere. Vermißt der Ältere seine Präsenz oder ist er froh darüber? \nMeinem älteren Sohn ist seine Präsenz in meinen Kolumnen zum Glück immer egal gewesen. Möge der Jüngere in dieser Hinsicht dem Großen nacheifern.  \n4. Wie geht Ihr privates Umfeld mit der Gefahr um\, in Ihren Kolumnen verarbeitet zu werden? \nWer Texte dieser Art schreibt\, muss damit leben\, dass manchmal jemand beleidigt ist. Das gehört zum Berufsrisiko. Dachdecker und Profiboxer leben gefährlicher. Ohne Umfeld könnte ich zur Not leben\, aber nicht ohne die Freiheit\, zu schreiben\, was ich will. \n5. Sie polarisieren Ihre Leserschaft und werden häufig angegriffen. zB:S Martenstein sei der Mario Barth für ZEIT-Leser.  Nagt das an Ihnen und wie gehen Sie damit um?  \nSiehe oben. Es ist unmöglich\, irgendeine Position zu beziehen\, ohne dass es Anfeindungen gibt. Der Ton in diesem Land wird natürlich immer aggressiver. Natürlich ärgere ich mich manchmal\, aber Ärger ist ja auch ein guter Treibstoff für einen Kolumnisten. Das Gegenteil – niemanden kratzt\, was ich schreibe – wäre mir deutlich unangenehmer. Sogar Loriot wurde\, in seinen frühen Jahren\, manchmal beschimpft\, als niveaulos. So einen niveauvollen Vorwurf wie „das ist niveaulos“ hört man leider nur noch selten. \nHerzlichen Dank für das Gespräch​. Die Fragen stellte Renate Lewerken \n  \nHarald Martenstein \nJeden Sonntag erscheint die Kolumne von Harald Martenstein (*1953) im Tagesspiegel.\nAls Redakteur und Kolumnist schreibt er über das politische\, kulturelle und gesellschaftliche Leben in Deutschland.
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